MARIECHEN

MARIECHEN: Aus (OFFICINALIS RUBRA PLENA x Sämling BG Halle) F2 vor 1990, FB vor 2000. Leuchtend peregrina-rote Japanische Blüte mit Pollen.

Sämling BG Halle stammte von einer als „P. officinalis“ bezeichneten Pflanze im Botanischen Garten Halle OP (wahrscheinlich geselbstet) um 1970. Diese „officinalis“ sieht wie peregrina aus. Auch der Sämling hatte leuchtend peregrina-rote Blüten, allerdings flach, nicht becherförmig. Er ist nicht mehr vorhanden. Vielleicht sind (waren) beide Pflanzen Officinalis-Peregrina-Hybriden.

Beschreibung MARIECHEN (H. Maschke 2007, noch nicht extern registriert, Interne Kennung ORP-1): Rote Officinalis-Hybride mit japanischer Blütenform. FB vor 2000. Kompakte, mittelhohe, straff aufrecht wachsende Pflanze mit relativ kleinen Blüten in leuchtendem Paeonia – Peregrina – Rot. Auch das Laub zeigt typische Peregrina-Merkmale. Fruchtbar. Rote verbänderte Staubgefäße mit gelben Kanten tragen keimfähigen Pollen. Unter ihren Geschwistern eine der spätesten. Man sieht auf dem Bild der jahrelang vernachlässigten Pflanze im Vergleich mit den Sämlingen, die links und rechts daneben stehen, die Wüchsigkeit, die straffe Haltung und die relativ späte Blüte dieser Sorte. MARIECHEN wird gegenwärtig in der Pfingstrosengärtnerei von Steffen Schulze in Nauendorf gesichtet und vermehrt.

Vorläufige Bewertung MARIECHEN: Natürlich würde es uns freuen, wenn unser erster benannter Sämling sich als Gartenpflanze bewähren und vielleicht sogar einige Verbreitung finden würde. Obwohl rote Päonien für uns kein Schwerpunkt sind, haben wir MARIECHEN inzwischen mit einigen anderen roten Sorten gekreuzt. 

MARIECHEN am Vormittag des 20. Mai 2007

MARIECHEN am Nachmittag des 20. Mai 2007

MARIECHEN am 13. Mai 2009

MARIECHEN am 18. Mai 2011

Nochmal MARIECHEN am 18. Mai 2011. Man sieht auf dem Bild links unten, wie die Bienen mit Päonien-Pollen umgehen: Sie haben das meiste fortgeschleppt, dabei den Rest herausgeschüttelt und wahrscheinlich mit mitgebrachtem Pollen vermischt.

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